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Variablen-Typen: Grundlagen für deine Projekte

Wer mit Arduino programmiert, kommt an Variablen nicht vorbei. Sie sind das Herzstück jeder Logik: Sie speichern Werte, machen Programme flexibel und sorgen dafür, dass deine Sketche auf Eingaben und Sensoren reagieren können.

Ob Zahlen, Zeichen oder ganze Textketten – je nach Projekt musst du den passenden Variablen-Typ auswählen. Das spart Speicher und verhindert Fehler. In diesem Beitrag findest du eine kompakte Übersicht der wichtigsten Typen, Beispiele aus der Praxis und Tipps zur richtigen Anwendung.


Übersicht: Die wichtigsten Variablen-Typen in Arduino

TypSpeicher (Byte)WertebereichBeispielwert(e)Typische Anwendung
boolean1true (1) oder false (0)trueSchalter, Zustände
byte10 bis 255128LEDs, Ports
char1-128 bis 127 / ASCII-Zeichen'A', 65Zeichen, Protokolle
int2 (UNO) / 4 (ESP32)-32.768 bis 32.767 (UNO)-500, 2025Zähler, Sensorwerte
unsigned int2 / 40 bis 65.535 (UNO)60000Zeit, Schleifen
long4-2.147.483.648 bis 2.147.483.647millis()Timer, große Zahlen
unsigned long40 bis 4.294.967.295millis()Zeitmessung
float4ca. 6–7 Nachkommastellen3.14159Sensorwerte, Mathe
double4 (UNO) / 8 (ESP32)wie float (UNO) / präziser0.00012345Messungen mit hoher Genauigkeit
StringdynamischTextketten"Hallo Arduino"Texte, Kommunikation

Erklärung & Beispiele aus Projekten

boolean – zwei Zustände

Speichert nur true oder false – perfekt für Schalter, Flags oder Zustände.

boolean ledOn = true;
if (ledOn) {
  digitalWrite(LED_BUILTIN, HIGH);
}

byte – kleine Zahlen

Ideal für Werte von 0–255, z. B. PWM-Helligkeiten oder Portwerte.

byte brightness = 128;
analogWrite(9, brightness);

char – Zeichen und ASCII

Einzelnes Zeichen oder Zahl im Bereich -128 bis 127. Praktisch bei serieller Kommunikation.

char letter = 'A';
Serial.println(letter); // Gibt A aus

int – Standard für Ganzzahlen

Der Klassiker. Aber Achtung: Auf dem Arduino UNO nur 16 Bit!

int counter = 1000;
counter++;

unsigned int – nur positive Zahlen

Gleicher Speicherbedarf wie int, aber ohne Minuswerte.

unsigned int loops = 60000;

long & unsigned long – für große Werte

Wichtig für Funktionen wie millis(), die sehr große Zahlen liefern.

unsigned long start = millis();

float & double – mit Nachkommastellen

Für Sensorwerte und mathematische Berechnungen.
Auf dem UNO gleich präzise, auf dem ESP32 ist double genauer.

float temp = 23.75;
Serial.println(temp);

String – Texte speichern

Gut für Textausgaben und Kommunikation – aber Vorsicht: verbraucht viel Speicher.

String message = "Hallo Arduino!";
Serial.println(message);

Fazit

Die Wahl des richtigen Variablen-Typs macht deinen Code effizienter, klarer und stabiler:

  • Speicher sparen: z. B. byte statt int, wenn’s reicht
  • Wertebereiche im Blick behalten: kein Überlauf bei millis()
  • Lesbarkeit erhöhen: ein boolean für Status ist aussagekräftiger als int

Gerade bei Boards mit wenig RAM wie dem Arduino UNO solltest du genau überlegen, welchen Typ du wählst. Auf moderneren Boards wie dem ESP32 hast du mehr Luft – aber gute Gewohnheiten zahlen sich immer aus. 🚀

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